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siehe auch Chronik der Erlangener Schützen von 1920 – 1978

zusammengestellt von Richard Dietz

Die Geschichte der Erlanger Schützen ist ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Die Stadt Erlangen geht in ihrem Kern auf zwei selbständige Städte zurück, zum einen auf die bereits im Jahre 1398 mit Stadtrechten ausgestattete Altstadt Erlangen, zum anderen auf die durch die Hugenotten 1686 gegründete Neustadt Christian Erlang. In beiden Städten entwickelten sich selbständige Schützengesellschaften.

Die Altstädter Schützenkompanie 1456 - 1813

Der älteste Hinweis auf eine Schützengesellschaft in Erlangen datiert vom Jahre 1456, er befindet sich in den Herzogenauracher Baurechnungen, in denen ein Schießen in Erlangen erwähnt wird. Die älteste erhaltene Erlanger Schützenordnung datiert vom 10.6.1658. Der Bau des Schießhauses am Burgberg fällt in das Jahr 1726. Mit einer kurzen Unterbrechung 1813 - 1815 blieb dieses Schießhaus den Erlanger Schützen bis zum Jahre 1909 als Schießstätte erhalten. Um 1970 mussten die Gebäude einem Gaststättenneubau weichen.

Die Französische Schützenkompanie zu Christian Erlang 1693 - 1802

Bereits im Jahr der Gründung erfolgte am 13.4.1693 das erste Vogelschießen. 1697 wurde mit dem Bau eines Schießhauses an der Südlichen Stadtmauer begonnen. 1712 wird bestimmt, dass der Schützenkönig auf die Dauer eines Jahres von allen bürgerlichen Abgaben befreit ist; er erhält zusätzlich aus der Stadtkasse 4 Gulden jährlich. 1786 wird das Schießhaus verkauft. Im folgenden benutzten die französischen Schützen das Schießhaus der Deutschen Schützenkompanie der Neustadt an der Nürnberger Straße. Da das hugenottische Element schon weitgehend in der deutschen Bevölkerung aufgegangen war, erfolgte zwischen 1803 und 1806 die Vereinigung der beiden Schützenkompanien.

Die Deutsche Schützenkompanie zu Christian Erlang 1699 - 1813

Offensichtlich lebten in der durch Hugenotten gegründeten Neustadt von Anfang an eine nicht unerhebliche Zahl deutscher Bürger, da bereits am 6.12.1699 in der Neustadt eine eigene deutsche Schützenkompanie gegründet wurde. Das Schießhaus auf dem 1710 zugewiesenen Schießplatz beim Frieseleinsgarten brannte 1727 ab, wobei möglicher Weise Brandstiftung eine Rolle spielte. 1729 wurde mit dem Bau eines neuen Schießhauses an der Nürnberger Straße begonnen. Mit dem Bau dieses Schießhauses hat sich die Schützen-kompanie offensichtlich übernommen, da es im Jahre 1739 zur Versteigerung kam. Ab 1746 hat die Schützengesellschaft dieses Schießhaus zwar wieder genutzt, die finanziellen Lasten hat jedoch die Stadt übernommen. Seit 1798 waren die Altstadt mit der Neustadt unter einem Magistrat vereinigt. Aus Kostengründen sollte deshalb eines der beiden Schießhäuser verkauft und die Schützenkompanien vereinigt werden. Durch königliche Verfügung wurde das Altstädter Schießhaus geschlossen und 1813 verkauft. Die Vereinigung der beiden Schützengesellschaften war nur von ganz kurzer Dauer.

Die Altstädter Schützengesellschaft 1815 - 1864

Bereits 1815 wurde die Altstädter Schützengesellschaft erneut gegründet. Die betreffenden Bürger kauften im gleichen Jahr das Altstädter Schießhaus, wobei sie sich verpflichteten lediglich das Vogelschießen dort abzuhalten. Da die Altstädter Schützen eng mit der neu gegründeten Landwehr verbunden waren, erhielten sie durch königliches Reskript vom 21.10.1815 die Erlaubnis zur Durchführung eines Scheibenschießens. Dem Vogelzug von 1815 folgte ein lange Pause. Erst 1845 wurde dieser wieder durch Verordnung des Königs genehmigt, nachdem noch zuvor der Magistrat ein entsprechendes Gesuch abgelehnt hatte. Nachdem die beiden Städte mehr als 50 Jahre vereinigt waren, war 1864 die Zeit reif für eine Vereinigung der beiden Schützengesellschaften, die jedoch erst 1867 amtlich bestätigt wurde.

Die Neustädter Schützengesellschaft 1815 - 1864

Die Neustädter Schützengesellschaft ist als die unmittelbare Nachfolgerin der vereinigten Altstädter und Neustädter Schützengesellschaft anzusehen. Die Querelen zwischen Altstädtern und Neustädtern sind Beleg dafür, daß die Bürger, obwohl ihnen "von Oben" ein einheitlicher Magistrat verordnet war, sich nicht als Bürger "einer" Stadt fühlten. Die neu gegründete Landwehr, die für die Gemeinden eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellte und die Uneinigkeit zwischen den Schützengesellschaften nützte der Magistrat in der Weise aus, daß er die zustehenden Schützengelder ab 1815 zurückbehielt. Erst ab 1847 erfolgten auf Weisung der Regierung wieder die entsprechenden Zahlungen. Wie bereits oben angeführt, war dann 1864 die Zeit reif für eine endgültige Vereinigung der beiden Schützengesellschaften.

Die Erlanger Hauptschützengesellschaft seit 1864

Die allgemeine Bayerische Schützenordnung vom 28.8.1868 wurde am 26.9.1873 durch Beschluß der Generalversammlung angenommen. Seit 1885 darf der Vogel nicht mehr von der hohen Stange, sondern nur noch in Scheibenhöhe abgeschossen werden. 1891 wird in Erlangen das 7. Mittelfränkische Bundesschießen ausgerichtet. 1897 beginnen die Verhandlungen mit der Altstädter Kommune wegen Abtretung eines neuen Schießplatzes, da die Benutzung der Schießstätte am Burgberg immer problematischer wird. Am 11.10.1909 findet dann ein Abschiedsschießen statt. Am 6.8.1910 ist Richtfest im neuen Waldschießhaus. 1912 werden neue Statuten unter dem Namen "Königlich Privilegierte Hauptschützengesellschaft Erlangen" angenommen. 1920 tritt der Freihandschützenverein Erlangen, der seit 1887 bestand, in die Hauptschützengesellschaft ein. Im gleichen Jahr wird Gottfried Gengler, der Verfasser des Büchleins "Zur Geschichte der Erlanger Schützen" zum Ehrenmitglied ernannt. 1923 erhält das Waldschießhaus elektrisches Licht. 1924 wird das Mittelfränkische Bundesschießen ausgerichtet. 1931 wird mit dem Ausbau von KK-Ständen begonnen.

Ab 1934 schlagen sich die politischen Entwicklungen auch im Schützenwesen nieder. Das Schützenmeisteramt wird nach dem Führerprinzip gebildet, die traditionellen grün/weißen Schützenfahnen werden abgeschafft, statt dessen muß die offizielle Sportfahne des Deutschen Reichsbundes für Leibeserziehung verwendet werden. Die allgemeine Militarisierung der Gesellschaft führt dazu, daß alle möglichen Organisationen die Schießstände benutzen. Am Ende ist die Schützengesellschaft nicht mehr Herr im eigenen Hause. 1942 wird die gesamte Anlage für militärische Zwecke vom Standortkommandanten beschlagnahmt.

Der Neubeginn nach dem Zusammenbruch

Im Mai 1945 übernehmen die neuen Herren, die amerikanische Besatzungsmacht, das Waldschießhaus. Wegen des allgemeinen Waffenverbotes war an eine Wiederbelebung alter Schützentraditionen vorerst nicht zu denken. Im August 1948 wurde das Waldschießhaus in einem völlig abgewirtschafteten Zustand zurückgegeben. Unter der Vorstandschaft von Herrn Johannes Junge schlossen sich die Schützen zum "Verein Gesellschaft Waldhaus" zusammen um die traditionelle Geselligkeit der Schützen zu pflegen. Schon der Vereinsname zeigt, daß es praktisch unmöglich war, in irgend einer Weise an Schützentraditionen anzuknüpfen. Dieser Zustand dauerte allerdings nicht sehr lange.

Im April 1949 haben Stadtrat und Polizeiamt von Erlangen den Auflösungsantrag an das Registergericht zurückgezogen, so daß die Königlich Privilegierte Hauptschützen-gesellschaft wieder als Schützengesellschaft Aktivitäten entfalten konnte. In der ersten Generalversammlung am 17.11.1949 wird Simon Dollinger zum 1. Schützenmeister gewählt. Da die Militärregierung Schießen nur mit dem Luftgewehr zuließ, wurde auch das erste Vogelschießen nach dem Kriege am 29.7.1951 mit Luftgewehr ausgetragen. Die Vogelkönigswürde erschoß sich Simon Dollinger, der leider viel zu früh, am 26.3.1952 verstarb.

Am 1.12.1952 wurde in der Jahreshauptversammlung Josef Steger zum 1. Schützenmeister gewählt. Die folgenden Jahre sind von regen Baumaßnahmen geprägt. In der Generalversammlung am 13.12.1965 stellt Oberschützenmeister Josef Steger aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung. Da Karl Moosburger bereits als 2. Gauschützenmeister engagiert ist, sieht er in seiner Wahl zum Oberschützenmeister nur eine Interimslösung.

Zum Jahresende 1967 wird Dr. Hans Plamann zum Oberschützenmeister von der Gesellschaft gewählt. Auch unter seiner Führung entwickelt sich eine rege Bautätigkeit. In der von Karl Moosburger verfaßten Chronik der Jahre 1920 - 1978 lesen wir von erforderlichen Kanalisationsarbeiten, Verstärkung des Stromanschlusses, Umbau von Gastraum und Küche und geplanten 45 Luftgewehr-Ständen.

Bei der OGV im Dezember 1979 tritt Gerhard Kammerer als Oberschützenmeister die Nachfolge von Dr. Hans Plamann an. Am 28. Juli 1980 werden die 45 Luftgewehrstände nach vier Jahren Bauzeit eingeweiht. Die Anlage wurde fast ausschließlich in Eigenleistung der Mitglieder erstellt, wobei unser Schützenbruder Herwig Haas Seele und Motor der gesamten Maßnahme war. Am 25.7.1987 werden die neuen Kleinkaliberstände eingeweiht. Als Ende 1991 Gerhard Kammerer als Oberschützenmeister zurücktritt, kann er der OGV mitteilen, daß die Anlage schuldenfrei ist. Seine Verdienste um unsere Gesellschaft wurden 1995 mit dem "Ehrenbrief des Sportes der Stadt Erlangen" ausgezeichnet.

In der OGV 1991 wurde Matthäus Knauer zum Oberschützenmeister gewählt. Die Baumaßnahmen gingen weiter. 1994 wurden Gaststätte und Saal komplett umgebaut, modernisiert und neu gestaltet. Der Saal, als Mehrzweckeinrichtung konzipiert, nahm 12 Stände für die Luft-Disziplinen mit modernen elektrischen Zuganlagen auf, die einen ganzjährigen Schießbetrieb ermöglichen. Da zum einen beim Umbau unvorhersehbare Mehrkosten entstanden, zum anderen zugesagte öffentliche Zuschüsse nur mit großer zeitlicher Verzögerung zur Auszahlung gelangten, musste die OGV 1995 einen Kreditrahmen von 510.000.- DM genehmigen. Die Indoorstände wurden am 27.5.1995 mit einem Pokalschießen eingeweiht, Gewinner war Heinz Bock.

Bei der Sportlerehrung 1996, durch die Stadt Erlangen erhielt Susanne Panhans die Goldmedaille. Präsenz zeigte die HSG beim Festzug in Büchenbach anlässlich der 1000-Jahrfeier des Ortsteiles. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür wurde das WSH, Stegerzimmer und Archiv der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Bergsteigergruppe der HSG besuchte unter der Leitung von Erich Müller die Erlanger Hütte im Ötztal. Bei der OGV wurde Dr. Dietmar Hahlweg zum Ehrenschützenkommissar gewählt.

1997 siegte die Luftpistolenmannschaft mit Hans-Rainer Wagner, Rainer Weidl, Markus Prochaska, Thomas Wolfrum und Helmut Zollhöfer in der Landesliga Nord. Heidi Haas wurde mit der Peter-Lorenz-Medaille in Gold für ihre sportlichen Leistungen geehrt. Zu einer Rarität dürfte die von Gerhard Kammerer anlässlich seines 25-jährigen Vogelkönigsjubiläums gestiftete Scheibe werden. Das Motiv, die Erlanger Hütte wurde von dem Erlanger Künstler Königsreuther, besser bekannt unter dem Künstlernamen „Pinsel" gemalt.

Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für den Schießsport wurde unser Ehrenmitglied Hans Seeberger 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Eine besondere Überraschung gab es beim Vogelschießen. Erstmals in der Geschichte der HSG wurden die Würden des VK und des Jung-VK von Vater und Sohn, Willi und Bernd Hetzel errungen.

Am 12.1.1999 verstarb vollkommen unerwartet unser Ehrenmitglied und Gauehrenschützenmeister Franz Bauer, der mehr als 20 Jahre im Schützenmeisteramt mitgewirkt hatte. Da in den letzten Jahren beim Vogelschießen häufig vor allem der Kopf regelwidrig abgeschossen worden war, sah sich das Schützenmeisteramt veranlasst zu beschließen, dass regelwidrig fallende Teile dem neuen Vogelkönig zufallen. In der Landesausstellung „Bayern und Preußen" auf der Plassenburg wurden auch 3 historische Schützenscheiben unserer Gesellschaft ausgestellt.

Und wieder konnte eine Baumaßnahme abgeschlossen werden, der Umbau der 100-Meter-Stände im Januar 2000 unter der Leitung des „Motors" Herwig Haas. Im August war der Rundfunk zu Gast im WSH, der „Bayern 1 Radioclub" veranstaltete einen Scheibenbeschuss. Im Oktober nahm eine Abordnung am Jubiläum des BSSB in München teil. Obwohl die HSG die Schulden um 177.000.-DM abgebaut hatte, wurde von der OGV eine Beitragserhöhung um 30.-DM auf 180.-DM beschlossen.

Bei der Gau-Generalversammlung 2001 wurde unser Mitglied Robert Adler zum Gauschützenmeister gewählt. Das 50-jährige Jubiläum des Schützengaues Erlangen wurde im WSH gefeiert, die neue Gaustandarte wurde bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Neustädter Kirche geweiht. Im April wurde der 90. Geburtstag des WSH gefeiert. Wegen verschärfter Umweltschutzbestimmungen mussten die Pistolenkugelfänge umgebaut werden. Die Entsorgung der Geschosse ist ab sofort regelmäßig durchzuführen und vor allem zu dokumentieren. Bei der Sportlerehrung der Stadt Erlangen im November wurde Claudia Mönius mit der Ehrennadel, Hans-Rainer Wagner mit der höchsten Auszeichnung, der Ehrenplakette bedacht. Die Einführung des Euro machte eine Neufestsetzung der Beiträge und der Aufnahmegebühr erforderlich. Der Schuldenabbau um 90.000.- DM wurde durch die erforderliche Kreditaufnahme von 50.-000.-€ zur Finanzierung der Küchenrenovierung kompensiert.

Um die sportlichen Erfolge unserer Gesellschaft ausreichend zu würdigen wurde in 2002 im Eingangsbereich zu den KK-Ständen eine Ehrenwand eingerichtet, an der jeder, der mindestens einen Bayrischen Meistertitel erring, verewigt werden soll. Die Erneuerung der Küche verschlang 104.000.-€. Das diesjährige Vogelschießen wurde von der schweren Erkrankung unseres Vogelkönigs Herwig Haas überschattet. Einen Vogelzug ohne Vogelkönig, das hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Seit Juli 2002 wird im WSH auch mit dem Bogen geschossen. Provisorisch wurde ein Teil der Herwig-Haas Stände in einen Bogenschießstand umgebaut.

2003 liefen die Planungen für den Umbau der Herwig-Haas-Stände an, geschätzter Kostenrahmen 420.000.-€. Werner Brückner richtete für die HSG eine Homepage ein. Da die Errichtung eines Bogenstandes östlich der Jugendfarm vom Stadtförster nicht genehmigt wurde, musste auf das Gelände westlich der Herwig-Haas-Stände ausgewichen werden. Am 21.9.03 konnte der Bogenschießplatz eingeweiht werden, die Kosten beliefen sich auf 7628,79 €. Über unser Vogelschießen drehte das Bayrische Fernsehen einen Film, der in die Berichterstattung über fränkisches Brauchtum eingebunden wurde. Im Hinblick auf das Jubiläum in 2006 besuchte eine Delegation der HSG das 650. Jubiläum der Schützengesellschaft Büdingen. Unser Mitglied Dr. Werner Müller erreichte beim Schießen auf den Pokal der Ältesten Schützengesellschaft den 1. Platz. Bei der OGV wurde Gerhard Kammerer zum neuen Oberschützenmeister gewählt.

Am 1. und 2. 5. 2004 feierte unser Patenverein „Erlkönig Jena" sein 700-jährigers Jubiläum an dem eine Abordnung der HSG teilnahm. Auch an den Feierlichkeiten zum 650-jährigen Jubiläum der Schützen in Coburg beteiligte sich die HSG mit einer starken Abordnung um für ihr eigenes Jubiläum in 2006 zu werben und zu lernen. Im Juli 2004 wurde der neue Bogenstand „offiziell" eingeweiht. Ein besonderes Ereignis war die von unserem Vogelkönig Norbert Prüll veranstaltete Fußgänger/Radler Ralley im August, die den Erlangern einmal die Heimatgeschichte rund um die Altstadt und dann die Geschichte der HSG durch eine Scheibenausstellung im WSH näher brachte. In einer außerordentlichen Generalversammlung im Oktober wurden zur Finanzierung des Hallenneubaues für Luftdruck und Bogen Darlehen in Höhe von 147.000.-€ und zur Zwischenfinanzierung der zugesagten öffentlichen Zuschüsse weitere 231.000.-€ genehmigt. Des weiteren wurde eine Beitragserhöhung auf 100.- € beschlossen. Bei der OGV im Dezember nahm die Berichterstattung über die Vorbereitungen für das Jubiläum in 2006 breiten Raum ein.

Im Blattl Nr. 2/2005 wird für unsere Schützenuniform, die so genannte „Salzburger Tracht" und entsprechende Sammelbestellungen im Hinblick auf das bevorstehende Jubiläum geworben, zu dem alle Mitglieder einheitlich auftreten sollten. Weiter wird bereits für die ersten „Fan-Artikel" geworben. Angeboten werden Hutnadeln, Medaillen, Krawatten, Bierkrüge, Festabzeichen und die neue Vereinschronik 1456 - 2004. Zur Ausstellung „250 Jahre Bergkirchweih" steuerte die HSG als Mitbegründer der Bergkirchweih einige Exponate bei. In einer Sonderführung sahen sich einige Mitglieder die Ausstellung an. Am Bürgerfest in Siglitzhof beteiligte sich die HSG mit den Siemensschützen. Der aufgebaute Stand mit dem Lasergewehr fand Zuspruch bei der Jugend und ermöglichte uns, den Schießsport der Bevölkerung näher zu bringen.

Am 25.3.06 wurde die neue Halle für Luftdruckwaffen und die Bogenhalle eingeweiht, wobei Letztere vor allem das Interesse der Anwesenden erweckte. Die Elektronik hat nun auch im Schießbetrieb Einzug gehalten. Auf 10 Luftdruckständen werden die Ergebnisse elektronisch angezeigt und direkt in die „Scheibenausgabe" übermittelt, wobei diese Bezeichnung nun überholt ist. Wettkämpfe werden nur noch über die elektronische Anlage, ohne Scheibenausgabe, abgewickelt. Anlässlich des 550-jährigen Jubiläums richtete die HSG vom 4. - 19.5.06 das 36. Gauschießen aus. Das Jubiläum selbst, verbunden mit dem 17. Treffen der ältesten Schützenvereinigungen in Deutschland fand in der Zeit vom 19. - 21.5 statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Festakt im Markgrafentheater und anschließendem Empfang im Redoutensaal durch den Oberbürgermeister Dr. Balleis. Der Samstag war vom Rahmenprogramm und am Abend den Festball in der Heinrich-Lades-Halle geprägt. Am Sonntag fand in der Neustädter Kirche ein ökumenischer Gottesdienst, anschließend der Festzug zum Berg mit rund 100 Gruppen und ca. 2300 Teilnehmern statt. Ein ausführlicher Bericht befindet sich nicht nur im Blattl 4/06, das aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums farbig gestaltet wurde, auch in der Bayrischen Schützenzeitung wurde ausführlich berichtet.