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Den vorletzten Wettkampftag der Saison absolvierten die Schützen der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft Erlangen in Unterbrunn (ca. 20 km südwestlich von München). Gastgeber Oberpfaffenhofen mietete hierfür extra eine Mehrzweckhalle an, da die eigenen Schießstände nicht den Liga-Richtlinien entsprechen. Die HSG-Schützen Matthias Nolte, Martin Bäuml, Roland Wabra, Hans-Rainer Wagner und Claudia Schardt waren von der Kulisse durchaus beindruckt. Bereits am frühen Morgen waren sehr viele Fans vor Ort.

In der ersten Begegnung ging es gegen den Tabellenletzten SG Münchberg. Unterschätzt wurde der Gegner trotzdem nicht, denn schon zu oft hatte die HSG Partien verloren, die zunächst als klare Sache erschienen. Nach dem Einschießen fand Matthias Nolte nur langsam in den Kampf. Die 10, als höchste Ringzahl pro Schuss, ließ oft auf sich warten. Auch auf den hinteren Mannschaftspositionen schoss man eher solide als sehr gute Ergebnisse. Martin Bäuml kam mit den Bedingungen am besten zurecht und schloss den Kampf mit 374 Ringen ab. Seine Mannschaftskollegen schossen im Schnitt um die 365 Ringe. Nichtsdestotrotz reichten die Endergebnisse zu einem klaren 5:0-Sieg.

In der Nachmittagspartie traten die HSG-Schützen gegen die Bogenschützen Grund an. Die Zuversicht war groß –  denn erfahrungsgemäß fielen die Ergebnisse bisher nachmittags immer besser aus. Abgesehen davon hatte man sich am Nachmittag auch an die (Geräusch-) Kulisse gewöhnt. Es kamen immer mehr Fans, die die Schützen lautstark anfeuerten. Während nach der ersten Serie noch nicht klar war, wohin die Reise geht, sah das zur Mitte des Wettkampfs schon anders aus. Alle HSG-Schützen waren auf Kurs, über 370 Ringe zu schießen. Während sie bei den Paarungen 2-5 ihre Kämpfe dominierten, lieferte sich Matthias Nolte auf Position 1 ein hartes Gefecht mit seinem Gegner. Nach einer schwachen ersten und zweiten Serie stieg der Druck. Alle hofften am Ende noch auf ein Unentschieden und ein anschließendes Stechen. Hierfür wäre allerdings eine letzte 97er-Serie notwendig gewesen, die auch Nolte nicht so ohne weiteres gelingt. Dieser behielt zwar einen kühlen Kopf und schoss tatsächlich eine Zehn nach der anderen. Der Druck, mit zwei Zehnern auszuschießen, war aber dann zu hoch und er verlor seinen Wettkampf knapp mit 374:373 Ringen. Die HSG gewann den Gesamtkampf aber deutlich mit 4:1.

Abgerundet wurde der Tag mit einem Besuch von Nikolaus und Knecht Ruprecht. Die Stimmung war dann auf ihrem Höhepunkt, als in der letzten Partie die HSG München gegen die Oberpfaffenhofener antrat. Ausgestattet mit Rasseln, Trompeten, Kuhglocken und sonstigen lärmenden Utensilien wurde jeder Zehner von deren Fans bejubelt. Die Schützinnen und Schützen waren sich einig:  wenn jeder Wettkampf so wäre, dann würde der Schießsport nicht nur mehr und besser wahrgenommen, sondern auch das Schießen würde noch mehr Spaß machen.

Die HSG liegt jetzt vor dem letzten Wettkampftag auf einem hervorragenden zweiten Platz in der 2.Bundesliga Süd. Weiter geht es am 10.01.2016 gegen Scheuring und den Gastgeber Peiting.

 

MB