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Vom 27.07. bis 28.07.2015 fanden auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück die diesjährigen Bayerischen Meisterschaften im Großkaliberschießen statt. Die Kgl.Priv. HSG Erlangen hatte sich in der Disziplin Großkaliber-Kombi mit zwei Mannschaften qualifiziert. Leider konnten diese nicht vollzählig antreten. In der ersten Mannschaft verletzte sich Dietmar Goebel an der Schießhand so schwer, dass er nicht teilnehmen konnte. Für ihn schoss Helmut Kauzmann, welcher schon des Öfteren Bayerische Meistertitel holte. Außerdem schossen in der 1. Mannschaft Roland Wabra und Hans-Rainer Wagner. Die zweite Mannschaft konnte leider nur mit den Schützen Thomas Blümel und Jochen Kohlert an den Start gehen.

   

In der Disziplin GK-Kombi muss sowohl mit dem Revolver, als auch mit der Pistole geschossen werden. Nicht nur das macht sie so interessant, sondern auch, dass man in der „Präzisionsserie“ nachladen muss. (es werden 2x5 Schuss in 150 Sekunden geschossen) In der „schnellen Serie“ werden dann zweimal fünf Schuss in 20 Sekunden mit dem Revolver abgegeben. Bei der Pistole hat der Schütze für die fünf Schuss dann nur noch 10 Sekunden Zeit.

Nachdem es bei der Bezirksmeisterschaft nicht für den ersten Platz gereicht hatte, wollte es die erste Mannschaft bei der Landesmeisterschaft besser machen. Sowohl in der Revolverdisziplin als auch mit der Pistole schossen alle Mannschafts-Schützen konstant hohe Ergebnisse. Roland Wabra, der unerfahrenste Schütze der drei, lieferte mit 157 Ringen sein bis dato bestes Ergebnis ab, welches vor ein paar Jahren noch fürs Finale gereicht hätte. Diesmal führte es zu Platz 11 in der Einzelwertung. Helmut Kauzmann schaffte mit guten 144 Ringen einen 44. Platz bei 129 angetretenen Schützen. Hans-Rainer Wagner schoss ebenfalls am oberen Limit seines Könnens und erreichte mit 166 Ringen den zweiten Platz und damit den Einzug ins Finale der besten acht Schützen. Zusammen ergab das 467 Ringe, welche den ersten Platz und damit seit langem wieder einmal den Bayrischen Meistertitel in einer Mannschaftsdisziplin bedeuteten.

Im Finale wird ebenfalls mit beiden Waffenarten geschossen. Es treten die acht bestplatzierten Schützen gegeneinander an (1:8, 2:7 usw.). Hans-Rainer Wagner schoss konstant, aber nicht überragend. Zum Schluss musste er sich dem Vorkampf-Gewinner Roman Hauber aus Regensburg geschlagen geben und wurde Zweiter in einem spannenden Wettkampf.

Am gleichen Tag fand auch noch die Disziplin Sportrevolver .44 Magnum statt. Dabei müssen die Schützen 20-mal (4x5 Schuss in jeweils 150 Sekunden) auf die Präzisionsscheibe schießen, bei der der 10er-Ring nur 5 cm misst. Danach werden auf die Duellscheibe (die 10er haben einen Durchmesser von 10 cm) nochmals 20 Schuss abgegeben. Allerdings ist hier die Zeit für fünf Schuss auf 20 Sekunden begrenzt. Von der HSG war nur Hans-Rainer Wagner qualifiziert. Im Vorkampf verschaffte er sich mit 386 Ringen als Zweitplatzierter, ringgleich mit dem Ersten, eine gute Ausgangsposition für das Finale. Der Drittplatzierte war aber nur zwei Ringe schlechter. Im Finale schießen die sechs Besten des Vorkampfes nochmals jeweils zwei Serien in 20 Sekunden auf die Duellscheibe. Mit den ersten fünf Schuss konnte sich Hans-Rainer durch eine 50er-Serie einen Ring Vorsprung verschaffen. Bei der zweiten Serie klappte es dann erneut mit der maximalen Punktzahl. So gewann Hans-Rainer Wagner den Titel des Bayerischen Meisters in der Altersklasse, mit zwei Ringen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten.

Am darauf folgenden Tag waren dann noch drei Disziplinen zu schießen. Den Anfang machte die Sportpistole im Kaliber .45 ACP, eigentlich die Lieblingsdisziplin von Hans-Rainer. Aber es lief diesmal nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hatte. Trotzdem reichte es mit 386 Ringen nach dem Vorkampf für den dritten Platz. Allerdings waren die ersten zwei Plätze mit drei bzw. vier Ringen Vorsprung schon sehr weit entfernt, und die Viert- bis Sechstplatzierten waren nur einen bzw. zwei Ringe hinter Wagner. Wie schon am Vortag schoss Hans-Rainer Wagner zwei 50er-Serien. Der dritte Platz war ihm damit nicht mehr zu nehmen, allerdings war der Vorsprung zu Platz eins und zwei zu groß, so dass die Platzierungen gleich blieben.

Danach kam die nächste Disziplin, Sportrevolver .357 Mag. Mit hervorragenden vier Präzisionsserien, bei denen nur dreimal eine Neun fiel, und vier 50er-Duellserien stellte Hans-Rainer Wagner mit 397 Ringen im Vorkampf einen neuen Bayerischen Rekord auf. Das ergab sage und schreibe zehn Ringe Vorsprung für das Finale. Hier leistete er sich nur eine Neun und mit 496 Ringen war das Bestergebnis des ganzen Wettkampf-Wochenendes erreicht.

Zum Abschluss des Wettkampftages war noch die Sportpistole 9mm zu schießen. Hier war dann wohl die Luft etwas raus. Mit einem guten Ergebnis von 386 Ringen auf dem vierten Platz ins Finale gegangen, und nach zwei Stechen um den dritten Platz dann auch als Vierter platziert, konnte Hans-Rainer Wagner mit dem gesamten Wettkampfwochenende aber mehr als zufrieden sein.hrw