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Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren waren diesmal keine besorgten Blicke nach oben nötig. Die Wetterprognose war hervorragend, und traf genau so ein. Strahlender Sonnenschein begleitete uns den ganzen Tag beim 322. Vogelschießen.

Die Majestäten wurden traditionell am Marktplatz empfangen, musikalisch umrahmt von der Conny-Wagner-Dixie-GmbH und den Jagdhornbläsern der Erlanger Jäger. Nach der Begrüßung durch Oberschützenmeister Norbert Armbrüster und einer kurzen Ansprache von Vogelkönig Stefan Dörr, machte sich der Zug auf den Weg zum Frühschoppen im "Schwarzen Bär". Pünktlich um 13:00 Uhr startete dann der traditionelle Vogelzug am Bohlenplatz und durfte sich über ungewöhnlich viele Zuschauer freuen, kam aber dadurch etwas später als sonst beim Waldschießhaus an. Das Bilderbuchwetter erlaubte nämlich vier zusätzliche Stops für ein kleines, jeweils von den Zuschauern mit Applaus bedachtes Ständchen: beim Bürger-Brunch am Neustädter Kirchenplatz, beim Weinfest am Schloßplatz, beim Tag der Altstadt am Martin-Luther-Platz und beim Seniorenheim in der Spardorfer Strasse. Die HSG-Böllerschützen empfingen den Zug bei der Ankunft am Waldschießhaus, und nach der Begrüßung durch 1. Schützenmeister Konrad Batz strömten die durstigen Gäste und Mitglieder in den Biergarten, wo sie bereits von den Heckenmusikanten erwartet wurden.

Die Aufgabe, das Vogelschießen mit dem Abschuss der Krone zu eröffnen, meisterten sowohl unser Vogelkönig Stefan Dörr als auch die Jungvogelkönigin Nina Finzel souverän. Mit dem fünften bzw. zweiten Schuss, wurden sie ihrer Aufgabe gerecht. Der Gewinner des letztjährigen Jugendpokals, Allessandro Lombardi, brauchte sogar nur einen einzigen Schuss.

Während beim Hauptvogel 106 Schüsse notwendig waren, um das Zepter abzuräumen, waren beim Jungvogel dafür sage und schreibe 249 Schuß fällig. Unsere Aufsichten mussten mehrmals für Nachschub an Munition sorgen, aber es gelang dann doch, bis 18:24 Uhr alle Teile zur Strecke zu bringen. Nach weiteren 71 Schüssen auf den Rumpf stand mit Jennifer Gebhardt die neue Jung-Vogelkönigin fest, den Jugendpokal gewann mit dem Luftgewehr unser Nachwuchsschütze Fynn Geifes.

Zu einem Novum kam es leider beim weiteren Schießen auf den Rumpf des Hauptvogels. Zwar hatten wir schon früher einmal den Fall, daß eine (Ex-) Vogelkönigin ihre Amtszeit verlängern mußte, aber noch nie aus diesem Grund: was sich nämlich schon seit etlichen Jahren abgezeichnet hatte, wurde heuer endgültig evident: beim Hauptvogel waren bis zum Rumpf 343 Schuß in 3h 05min abgegeben, dann fanden sich keine Schützen mehr, die den Rumpf abschießen wollten, was zum Titel und auch zu den (überschaubaren) Verpflichtungen des Vogelkönigs geführt hätte. Die Gründe, warum einige dies erst nächstes Jahr in Angriff nehmen wollen, erschlossen sich auch nur teilweise. Die Stimmung war zwar deutlich gedrückt, nachdem das Ableben unseres langjährigen Schützenkameraden Michael Lang am gleichen Morgen, bekannt geworden war. Trotzdem ist es für eine Schützengesellschaft mit unserer langen Tradition absolut inakzeptabel, dass keine Mitglieder mehr um die Vogelkönigswürde kämpfen wollen! Eine intensive Diskussion in der HSG über die eigentlichen Hintergründe ist mehr als überfällig. Wir brauchen für die Zukunft eine tragfähige Lösung, sonst wird sich ein schleichender Erosionsprozeß einstellen, den keiner wollen kann!

Dankenswerterweise erklärten sich der bisherige Vogelkönig Stefan Dörr und der Ex-Vogelkönig Markus Peter spontan bereit, ihre Amtszeiten um ein Jahr zu verlängern. Somit ist der neue Vogelkönig der bisherige und der Rumpf wandert ins Archiv der HSG. Herzlichen Glückwunsch an die neuen und Dank an die "alten" Majestäten, wir hoffen auf wieder bessere Beteiligung im kommenden Jahr! Erwähnenswert ist das Engagement unserer Jugend: sowohl Kugel- als auch Bogenschützen haben sich an dieser langjährigen Traditionsveranstaltung  beteiligt. Das lässt hoffen, dass dieser Brauch künftig weiter in Ehren gehalten wird. Ein gutes Vorbild bei den Erwachsenen wäre da allerdings äußerst hilfreich....

Standesgemäß trafen die neuen und alten Majestäten dann am Montag zu Ihrer Inthronisation im offenen Golf-Cabrio im Waldschießhaus ein, begrüßt von unseren Böllerschützen. Eine stattliche Abordnung von HSG-Mitgliedern war erschienen, um der Amtseinführung einen würdigen Rahmen zu geben. Musikalisch sorgten dafür auch die Jagdhornbläser der Erlanger Jägerschaft. Mit dem Dank des Oberschützenmeisters an die Ex- und "Wieder-Ex"-Vogelkönige/innen, den guten Wünschen für eine erfolgreiche Amtszeit an die neuen und nochmaligen Majestäten, der Verteilung der Trophäen und dem Dank an alle Helfer gingen die Feierlichkeiten dann doch in guter Stimmung zu Ende.

 na

Impressionen:

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