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Vom 21.08. bis 02.09.2014 fanden die Deutschen Meisterschaften des DSB auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück statt.

Von der KPHSG Erlangen hatten sich die Schützen Thomas Blümel und Hans-Rainer Wagner qualifiziert. Thomas mit der Olympischen Schnellfeuerpistole, Hans-Rainer mit den Großkaliber-Revolvern und Großkaliber-Pistolen.

Thomas Blümel durfte am 26.08. mit der Schnellfeuerpistole antreten. Dabei müssen fünf nebeneinander stehende Scheiben innerhalb von jeweils 8 / 6 / 4 Sekunden beschossen werden. Eine nicht so einfache Disziplin, welche auch nicht in Rundenwettkämpfen geschossen wird.

Thomas erreichte mit 519 Ringen in der Herren-Altersklasse einen respektablen 26. Rang.

Deutscher Meistertitel für Hans-Rainer Wagner (Mitte)

 

Am 27.08. waren die Meisterschaften für die Großkaliber-Revolver angesetzt. Am Vormittag wurde die Disziplin .357 Magnum geschossen. Anscheinend war Hans-Rainer noch nicht ganz ausgeschlafen, denn der Präzisionsteil (94 und 93 Ringe) war für seine Verhältnisse nicht so gut. Trotz einer 99er- und 100er-Serie gelang es ihm nicht mehr, ins Finale der besten sechs Teilnehmer zu kommen. Aber ein achter Platz war für den Anfang schon nicht schlecht.

Am Nachmittag war die Disziplin .44 Magnum dran, und da lief es dann schon besser. Mit 196 Ringen im Präzisionsteil und 194 Ringen in den 20 Sekunden-Durchgängen sicherte sich Hans-Rainer mit einem Vorsprung von drei Ringen den ersten Platz nach dem Vorkampf. Im anschließenden Finale ließ er dann nichts mehr anbrennen, zwei 49er Serien reichten zum Sieg und einem weiteren Deutschen Meistertitel.

Am darauffolgenden Tag wurden die zwei Pistolendisziplinen 9mm Luger und .45 ACP geschossen. Diesmal erwischte Hans-Rainer einen besseren Start in den Tag. Mit insgesamt 391 Ringen (mit 199 Ringen in den 20-Sekunden Durchgängen) war auf der Anzeigentafel Platz zwei registriert. Der Erstplatzierte schoss hervorragende 394 Ringe. Diese Differenz ist in dieser Klasse normalerweise nicht mehr aufzuholen. Mit dem Maximum von 100 Ringen im Finale konnte Hans-Rainer den Abstand auf nur noch einen Ring reduzieren, aber die Platzierungen auf den ersten drei Plätzen blieben die gleichen wie vor dem Finale.

Am spannendsten ging es bei der Paradedisziplin von Hans-Rainer zu: nach dem Vorkampf im Kaliber .45 ACP lag er mit 388 Ringen auf dem dritten Platz. Allerdings hatten alle Finalteilnehmer hinter ihm das gleiche Ergebnis. Der Zweitplatzierte hatte einen Ring Vorsprung und der Beste nach dem Vorkampf, Stefan Groll, gerade mal zwei Ringe. Nach den ersten fünf Schuss konnte Hans-Rainer durch einen Fünfziger, schon einen Ring auf den Ersten aufholen. Der Zweitplatzierte hatte schon vier „Miese“. Im zweiten Durchgang schoss Hans-Rainer noch einmal voll. Der erstplatzierte Schütze leistete sich wieder eine Neun. Somit war Gleichstand zwischen den beiden Schützen. Ein Stechen musste die Entscheidung bringen. Dabei werden so lange fünf Schuss abgegeben, bis keine Ergebnisgleichheit mehr herrscht. Beim ersten Stechen hatten beide Schützen jeweils zwei Neuner geschossen, also musste das nächste Stechen entscheiden. Bei dem Vorkampfführenden wurden wieder zwei Neuner angezeigt. Hans-Rainer hatte eine deutliche Neun und einen Schuss sehr nah an der Zehn. Aber auch dieser Schuss wurde als Neun gewertet. Drittes Stechen!

Hans-Rainer schoss seinen gewohnten Rhythmus, und hatte wieder eine 48er Serie geschossen. Allerdings nicht Stefan Groll. Nach zwei Schuss kam von ihm nichts mehr. Er zeigte eine Waffenstörung an, welche auch anerkannt wurde. Von den zwei Schüssen war schon eine Neun dabei. Er musste seine Waffe wieder mit fünf Schuss laden und diese innerhalb von 20 Sekunden abgeben. Nach zwei Schuss hatte er wieder das gleiche Problem. Damit war das Stechen entschieden, leider durch ein Waffenproblem.

Hans-Rainer war zum zweiten Mal Deutscher Meister 2014.