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Am Sonntag, den 19.11.2017 startete die erste Luftpistolenmannschaft der HSG Erlangen in den vierten Wettkampftag der Saison. Das Team ging hochmotiviert an den Start. Nach dem Befreiungsschlag von vor vier Wochen konnten die Erlanger zwei Siege auf ihrem Konto verbuchen.

An diesem Tag musste nur ein Kampf ausgetragen werden - Großaitingen fungierte hier als Gastgeber als auch erster Gegner. Die Singoldschützen sind Gegner auf Augenhöhe. Die Performance jedes einzelnen Schützen konnte maßgeblich den Kampf beeinflussen. Die Durchschnittsergebnisse unterscheiden sich nämlich nur marginal voneinander.

Dementsprechend spürte jeder der Schützen den Druck auf den Schultern - kam es doch auf jeden einzelnen Schuss an. Am deutlichsten war dies auf drei Positionen. Matthias Nolte kam nur schlecht in den Kampf und schoss weniger 10er als üblich. Hans-Rainer Wagner und Niels Röhner kämpften in den jeweiligen Partien immer um die Führerschaft.

Dies zog sich bis zum Ende durch. Hans-Rainer gab sich im vorletzten Schuss mit einer 8 geschlagen und Niels wollte es bis zum Schluss wissen. Das Ausgehen seines Duells war Wettkampf entscheidend was den Druck auf Ihn nicht verringerte. Alles deutete daraufhin, dass es wieder zu einem Stechen kommt. Niels hätte im letzten Schuss eine 10 benötigt um dieses zu verhindern.

Es kam aber wie es kommen musste. Niels rettete sich mit einer 9 ins Stechen und die darin bereits routinierten Erlanger drückten Niels die Daumen. Könnten diese beiden Punkte wohl entscheidend sein für den ersehnten Klassenerhalt. Beide Schützen zögerten die Entscheidung mit einer 9 um einen weiteren Schuss hinaus. Die Anspannung überflügelte den gesamten Raum. Am Ende war es reines Glück, dass Erlangen trotzdem den Sieg nach Hause fahren konnte. Im letzten Schuss lieferte Niels eine 8 während sein Kontrahent mit einer 7 weniger starke Nerven bewies.

Die gesamte Mannschaft der HSG war sichtlich erleichtert. Diese ist mittlerweile Stechen erprobt und gewinnt eine gewisse Routine und Erfahrung, jedoch haben Stechen auch immer eine gewisse belastende Begleiterscheinung. Sie stehen stellvertretend für einen Wettkampf auf Augenhöhe mit dem Gegner. Für einen Wettkampf, immer an der mentalen Belastungsgrenze, bei dem es heißt Nerven zu beweisen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Dies lässt sich wohl niemals wegtrainieren oder ausblenden, jedoch kann die Häufigkeit der Auseinandersetzung den Schützen darin unterstützen damit besser umzugehen.

Wir freuen uns somit auf die kommenden Wettkämpfe und Stechen. Das nächste mal am Sonntag den 03.12.2017 in Hilpoltstein gegen HSG München und FSG Hilpoltstein.

Martin Bäuml